Tamar

Rosita Meyer setzte das Lebensmuster Tamars ins Bild. Tamar ist die Frau, die sich innerhalb der patriarchalen Gesellschaft ihr Recht erkämpft. Sie wehrt sich mit List gegen das ihr zugefügte Unrecht und nimmt sich den Platz, der ihr zusteht. Dieses unkonventionelle Verhalten wird belohnt. Tamar schenkt Zwillingen das Leben. Als Mutter der Söhne Perez und Serach erhält sie den ihr gebührenden Platz in der damaligen Gesellschaft. In ihrer Lebensge-schichte erweist sich Gott als der, der auf der Seite der Schwachen, der Verlierer, der Ohnmächtigen steht.


Tamar ist auch Anfrage an uns: 

- Wo setze ich mich gegen Ungerechtigkeit ein? 
- Wo kämpfe ich gegen erlittenes Unrecht?
- Wo ist mein Platz in der Gesellschaft?


Diese Anfragen Tamars an uns heute werden in der Ausstellung nochmals hervorgehoben: Auf der Sitzfläche eines alten Küchenstuhles,  der neben dem Quilt positioniert ist, stehen die Impulsfragen. Stuhl und Quilt stehen auf Grobkies.

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